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Pentium
Pentium III
Pentium-Rating / P-Rating / PR

siehe auch (auf anderen Glossar-Seiten):

Celeron
Computer mit etwas Computergeschichte
Computer-Bus
INTEL
Merced
Windows
etwas Prozessorgeschichte
IC - integrierte Schaltung
etwas zum Schmunzeln aus dem Jahr 1983:
    IBM-Personal Computer XT und MS-DOS 2.00
PC

      
 


 

 
Pentium

Im März 1993 überrascht INTEL die Konkurrenz: um den Nachahmern eins auszuwischen, nennt INTEL seinen neuen Chip nicht 80586, sondern Pentium eine Bezeichnung, die sich - im Gegensatz zu einer Zahl - warenrechtlich schützen ließ. Der neue Prozessor wurde anfangs in 5-Volt-Technik gefertigt. Er ist/war softwarekompatibel zu seinen Vorgängern, diesen jedoch überlegen: mit einer Strukturbreite von anfangs 0,8, später 0,35 Mikron, läßt sich die Zahl der Transistoren auf über 3,1 Millionen steigern. Der Pentium taktete intern anfangs mit 60 oder 66 MHz und paßte in den Sockel 4 (273 Pins). Neu ist, daß der Prozessor in einem Taktzyklus zwei Befehle ausführen kann. Der Datenzugriff wird durch zwei interne 8 KB große Caches beschleunigt: Der eine speichert die jeweils aktuellen Befehle, der andere die Daten. Hinzu kommt, daß der externe Datenbus zum Hauptspeicher jetzt 64 Bit breit ist. Vor allem im Fließkommabereich wurde der Pentium verbessert. Er ist dort dreimal so schnell wie ein 486er.

Der erste geplante Nachfolger des Pentium konnte durch seine Fokussierung auf 32bit-Technologie unter WINDOWS einem Pentium nicht das Wasser reichen. Darum nannte man ihn Pentium PRO und plazierte ihn im Windows NT-Markt.

Zum wirklichen Nachfolger des Ur-Pentiums wurden im Mai 1997 der Pentium II, und im März 1999 der Pentum III, der lange Zeit als "Katmai" durch die Medien geisterte.
 

 


 

Pentuim III

Der weltgrößte Hersteller von Mikroprozessoren, Intel Corp., hat Ende Februar 1999 ungeachtet der Kritik von Datenschützern (siehe auch Verschlüsselung per CPU) seinen neuen Hochleistungs-Chip Pentium III weltweit auf den Markt gebracht. Er verfügt über

  • den "alten" Pentium-II-Kern,
  • besitzt zusätzlich 70  Befehle, die speziell bei Multimedia-Anwendungen, Videodaten, Spracherkennung und Spielen für Power sorgen sollen (siehe auch KNI) und
  • hat eine interne Seriennummer, die nach Darstellung von INTEL vor allem die Abwicklung von Geschäften über das Internet sicherer machen soll
  • Er wird  vorerst in zwei Varianten auf den Markt kommen, die mit Taktfrequenzen von 450 und 500 MHz arbeiten. Bis zum Jahresende 1999 soll die Taktfrequenz auf über 600 MHz gesteigert werden.

Der Pentium III wird wohl zunächst über 500 Dollar kosten; Analysten rechnen aber damit, daß der Preis schon im 3. Quartal auf etwa 200 Dollar fallen wird - also "the same procedure as every year".

Laut "PC-Welt"-Meldung von Mitte Februar 1999 kann Windows 98 mit den neuen 3er-Prozessoren nichts anfangen: Windows soll demnach den neuen Pentium-III für einen ordinären Pentium-II halten - PECH!

In den USA kündigte die Datenschutz-Organisation "Center for Democracy and Technology" (CDT) eine Beschwerde gegen INTEL bei der für Wettbewerbsfragen zuständigen US-Behörde FTC (Federal Trade Commission) an. Die INTEL-Kritiker befürchten, daß die Seriennummer des Pentium III ausspioniert werden kann, um etwa alle Aktivitäten eines Computer- Nutzers im Internet nachzuvollziehen. (Ende Februar 1999 war es den Experten der Computerzeitschrift "c't" gelungen, die Seriennummer heimlich auszulesen.)

Nach Angaben von Intel kann die Übertragung der Nummer inzwischen zuverlässig ausgeschaltet werden. Vor dem Hintergrund der Debatte kündigten mehrere PC-Hersteller an, die Übertragung der Seriennummer bei neuen PCs mit dem Pentium III zu verhindern. "Wir konfigurieren unsere Personal Computer im BIOS so, daß die Seriennummer nicht ungewollt ausgelesen werden kann", versprach der für Personal Computer zuständige Siemens-Sprecher Axel Heim der dpa. Über das BIOS könne die Übertragung auf Wunsch aber wieder aktiviert werden. Neben Siemens haben sich auch IBM, Gateway, Acer und andere PC-Produzenten für diesen Schritt entschieden.

Übrigens: Mitte Februar 1999 hatte Intel-Konkurrent AMD seinen neuen Mikroprozessor K6-III vorgestellt, mit dem das Unternehmen gegen den Pentium III antreten will. Das neue Spitzenmodell der Advanced Micro Devices Inc. verfügt ebenfalls über einen erweiterten Multimedia- Befehlssatz mit dem Namen "3DNow". ("3DNow" ist nicht mit dem INTEL-Befehlssatz kompatibel.)
 

 


 

Pentium-Rating / P-Rating / PR

Dieser Zusatzbezeichnung für Cyrix- und AMD-CPUs kann man entnehmen, mit welchem INTEL-Pentium diese sich leistungsmäßig vergleichen lassen. Die Clones bieten nämlich bei gleicher Taktfrequenz meist eine höhere Leistung als Pentium-CPUs. Das P-Rating basiert auf Benchmarks in einer genau definierten Hardware-Umgebung. Danach entspricht ein P-Rating von 150 der Leistung, die ein mit150 MHz getakteter Pentium bringt - auch wenn die interne Taktfrequenz geringer ist.

Zum Beispiel taktet der AMD K5 PR166 intern mit 117,5 MHz, ist jedoch so schnell wie ein 166-MHz-Pentium. Cyrix weist auf das P-Rating zusätzlich mit einem Plus im CPU-Namen hin.

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