IC - integrierter SchaltkreisIC, integrierter Schaltkreis, integrierte Schaltung, Integrated Circuit

      
 


 

http://www.archmatic.com/glossar/z_ic.htm

siehe auch (auf anderen Seiten):

Computer mit etwas Computergeschichhe
PC
Prozessor
etwas Prozessorgeschichte
Gottfried Wilhelm Leibniz
Transistor
etwas zum Schmunzeln aus dem Jahr 1983:
    IBM-Personal Computer XT und MS-DOS 2.00

      
 


   
In einem Prozessor sind durch die extrem kompakte Bauweise viele Schaltkreise enthalten, dies wird als integrierter Schaltkreis bezeichnet - auch "IC" (Integrated Circuit). Die integrierten Schaltkreise werden nach ihrer Packdichte unterschieden. Es gibt Schaltkreise, die mehrere Millionen Schaltfunktionen beinhalten.

Das zugrundeliegende berühmt-berüchtigte Kilby-Patent 320 275 (kurz 275 genannt) feiert in 1998 seinen 40sten Geburtstag. Am 12. September 1958 erfand der Texas Instruments(TI)-Ingenieur Jack St. Clair Kilby die integrierte Schaltung (aus Germanium, siehe rechts) kurz bevor die Fairchild-Konkurrenz unter der Leitung von Robert Noyce ähnliches beim Patent Office einreichte. Fairchild brachte dann allerdings lange vor TI die integrierten Schaltungen lauffähig auf den Markt. Ein zehnjähriger Patentrechtsstreit zwischen Fairchild und TI endete mit einem Vergleich.

Anschließend machte sich Noyce zusammen mit einem weiteren Fairchild-Mitarbeiter namens Gordon Moore auf, um Integrated Electronics, kurz INTEL genannt, zu gründen. Andrew Groves - der Mann des Jahres 1997 (laut Times) - kam ebenfalls von Fairchild und wurde als 'Director of Operations" eingestellt.

Dank des Golddukatenesels Kilby konnte sich TI in der Folgezeit auf milliardenschweren Lizenz-Tantiemen ausruhen, und so wird der Geburtstag von TI sicherlich mehr mit einem weinenden denn mit einem lachenden Auge gefeiert: schließlich läuft das Patent weltweit allmählich aus. In Japan kann TI allerdings noch bis Ende 2001 abkassieren, da das Patent erst 1989 anerkannt wurde.

Bald silikonfreie Chips in Molekülgröße?
(New York Times, 19. Juli 1999)

Ein zufälliges Treffen zwischen dem Hewlett-Packard Physiker Phil Kuekes und dem Chemiker James Heath von der Universität Kalifornien in Los Angeles (UCLA) könnte zu der Entwicklung einer neuen Generation von Computern führen, die 100 Milliarden mal schneller sind als die schnellsten aktuellen Geräte. Die Computer würden auf Schaltern bzw. Transistoren basieren, die nicht großer sind als ein Molekül. Das Hewlett-UCLA Team ist nur eins von sechs Teams, die im Auftrag der US-amerikanischen "Federal Defense Advanced Research Projects Agency" an neuartigen Elektronik-Bauteilen in der Größe von Molekülen, sogenannten "Molectronics", arbeiten. Derartige Forschungen werden nicht nur, wie das Hewlett-UCLA Team, vom Militär finanziert. Auch das Computer-Zentrum des Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeitet in diesem Bereich und bemüht sich, biologische und digitale Prozesse zu verknüpfen - so soll das Ecoli-Bakterium dazu gebracht werden, wie ein Schaltkreis zu reagieren.

(zurück) zum Glossar:
 

  
Copyright: Alfons Oebbeke, Neustadt 1997 bis 1999
Navigation ohne Frames:
 
l-aecweb.gif (761 Byte)- glossar-
# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z