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http://www.archmatic.com/glossar/z_hoax.htm

siehe auch (auf anderen Glossar-Seiten):

E-Mail
Autoresponder-E-Mail
Binärübertragung
Browser
E-Mail-Protokolle
Emoticons: Smiley & Co.
Internet
Mailingliste
Netiquette: Umgangsregeln Regeln im Netz
Newsgroup
Snail-Mail
Vcard
Verschlüsselung, Digital-ID

      
 


   
Englische Bezeichnung für "schlechter Scherz". "Hoax" hat sich im Internet als Bezeichnung für die zahlreichen falschen Warnungen vor bösartigen Computerprogrammen eingebürgert, die angeblich Festplatten löschen, Daten ausspionieren oder anderweitig Schaden auf den Rechnern der Betroffenen anrichten sollen. Nicht nur Neulinge im Netz, sondern auch erfahrene Netzwerk-Administratoren fallen auf die schlechten Scherze oft herein, die via elektronischer Post (E-Mail) wie ein Kettenbrief durch das weltumspannende Computernetzwerk wandern.

Hier ein konkretes - wenn auch etwas überzogenes - Beispiel:

"Wenn Sie eine E-Mail mit dem Titel 'Bad Times' erhalten, loeschen Sie sie sofort, ohne sie zu lesen. Es handelt sich hierbei um den bislang gefaehrlichsten E-Mail-Virus. Er wird Ihre Festplatte formatieren. Und nicht nur die, sondern auch alle Disketten, die auch nur in der Naehe Ihres PCs liegen. Er wird das Thermostat Ihres Kuehlschranks so einstellen, dass Ihre Eisvorraete schmelzen und die Milch sauer wird...." (siehe auch www.kirche-muelheim.de/homepages/rpr/bad_times.htm).

Die meisten "Hoaxes" sind nach dem gleichen Schema gestrickt:
 

 


 
  • sie beginnen mit einem Aufhänger, der Seriosität vermitteln soll,
  • es folgt die angebliche Aufklärung über die Bedrohung aus dem Netz,
  • gefolgt von der Bitte, diese Warnung möglichst allen Bekannten zukommen zu lassen.

So oder ähnlich funktionieren fast alle - egal, ob sie nun "Penpal Greetings", "Irina", "Make Money fast", "Deeyenda", "Join the Crew" oder "PKZ300" heißen. Einer der Klassiker des Genres ist die Warnung vor einem Virus namens "Good Times", die immerhin seit 1994 durch das Netz geistert und mittlerweile legendären Status erreicht (siehe Beispiel).

Der "Chaos Computer Clubs" in Hamburg warnt vor Leichtgläubigkeit: "Wer etwas nachdenkt, kommt darauf, daß das Quatsch sein muß. Die Warnungen enthalten zudem oft völlig allgemeine Aussagen, wie JEDER, der diese Mail öffne, sei betroffen, ALLE Computer würden zerstört, obwohl so etwas nicht möglich ist." Kein Virus sei in der Lage, so der Club, sämtliche Mail-Programme und Computer- Konfigurationen so genau zu kennen, daß er auf allen Rechnern Schaden anrichten könne. "Jede Warnung im Internet per E-Mail ist primär erstmal als Hoax oder Verulkung einzustufen". Insofern sind Hoaxes durch die Ausfälle an Arbeitszeit dann doch oft gefährlich: von der "Good Times"-Warnung gibt es immerhin ein Fax, das sechs Seiten Verteiler-Adressen enthielt.
 

 


  Hoaxes spielen mit der Unsicherheit vieler Computer-Nutzer beim Umgang mit ihrem Gerät: was als Service dienen soll, beispielsweise der automatische Aufruf bestimmter Programme, macht es immer undurchschaubarer, was auf dem eigenen PC vor sich geht. Das allzu Komfortable hat auch seine Nachteile. Generell sollte man verhindern, daß Programme ohne Bestätigung des Benutzers gestartet werden können. Einfache Text-Mail, die mit einem normalen Programm gelesen wird, kann keinen Schaden anrichten. Das gilt auch für GIF- und JPEG-Bilder. Gefährlicher sind Mails mit angehängten Dateien, vor allem aus dem Microsoft-Office-Paket. Die Dateien sollten immer vor dem Öffnen auf  "normale" Computerviren getestet werden."

Ausführliche Informationen über Hoaxes finden sich im Internet unter anderem unter:

TROTZDEM... Gefahr

Durch Entwicklungen in jüngster Zeit muß allerdings die uneingeschränkte Entwarnung vor E-Mail-Viren etwas relativiert werden. Moderne E-Mail-Programme erlauben das Versenden und Empfangen von "HTML-E-Mails". Dabei handelt es sich um Nachrichten, die wie eine World-Wide-Web-Seite formatiert werden. Solche E-Mails können dann doch schädliche Programmroutinen enthalten und theoretisch wie praktisch Festplatteninhalte verändern und ausspionieren. Einen wirksamen Schutz vor solcherart zerstörerischen E-Mails erreicht man allerdings in der Regel durch das Einhalten bzw. Aktivieren der Sicherheitsmechanismen im jeweiligen E-Mail-Programm - hier bei Microsoft Outlook 98:
 

 


 

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