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ePost ist ein Multimediaservice der Deutschen Post AG zum Versenden von Briefen:
man schreibt einen Brief am Computer, sendet ihn zur Post (E-Mail oder per diskette), die
Post druckt ihn aus, kuvertiert und versendet. Natürlich existiert mit der E-Mail schon
seit längerem ein Medium, Briefe auf elektronischem Wege zu versenden. Das Neue an ePost
ist, daß der Empfänger das Schreiben nicht mehr am Bildschirm lesen muß, sondern auf
Papier gedruckt in der Hand halten kann. Diese Variante des Briefe-Verschickens lohnt sich
besonders für große Mailingaktionen.
Die Akzeptanz der elektronischen Briefpost kommt in den Wachstumsraten zum Ausdruck:
- 1997 produzierte die ePost nach eigenen Angaben rund 165 Millionen Sendungen;
- 1996 waren es erst 75 Millionen.
Im Augenblick (Mitte 1998) gibt es sechs ePost-Stationen in Deutschland. Hier werden
Serien- und Infobriefe, Rechnungen, Kontoauszüge und Bescheide bearbeitet. Einen Brief,
bis 18 Uhr auf den elektronischen Weg gebracht, habe der Empfänger am nächsten Morgen,
versichert die Post. Geplant ist auch ein Expreßdienst mit der Möglichkeit, Briefdaten
bis 21 Uhr einzuliefern, die ebenfalls am nächsten Morgen schriftlich zugestellt
werden.>
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E-Stamp (Stand August 1999)
elektronische / digitale Briefmarke Mit
einer aufsehenerregenden Entscheidung wurde zwei Unternehmen aus dem US-Bundesstaat
Kalifornien August 1999 das Recht zugebilligt, Briefmarken über das Internet zu
verkaufen: Die Unternehmen E-Stamp und Stamps.com können ihre
Kunden damit in die Lage versetzen, den privaten PC und Laserdrucker für den
Internet-Ausdruck von Briefmarken zu verwenden.
- Bei dem System von E-Stamp müssen die Kunden für umgerechnet 90 DM
einen "Briefmarkenspender" kaufen, der mit dem PC verbunden wird und als
Zwischenlager für Briefmarken dient, die über die Website des Unternehmens gekauft
werden. Nach Angaben des Unternehmens hat das System von E-Stamp den Vorteil, daß die
Kunden die Briefmarken auch dann ausdrucken können, wenn sie nicht mit dem Netz verbunden
sind.
- Das System vom Stamps.com sieht hingegen vor, daß die Kunden online und
mit der Website des Unternehmens verbunden sein müssen, während sie eine spezielle
Software verwenden, mit der die Briefmarken auf Umschläge gedruckt werden können.
Beide Unternehmen werden für ihre Systeme Preise verlangen, die etwa
zehn Prozent über den Preisen traditioneller Briefmarken liegen. Die Kombination
aus Briefmarke per Internet und Frankiermaschine für "echte" Post soll aber
Überfrankierungen vermeiden helfen.
Die Firmen Neopost und Pitney
Bowes warten Mitte 1999 noch auf die Betriebsgenehmigung für ihre Systeme; Pitney
wirft unterdessen sowohl Stamps.com als auch E-Stamp die Verletzung eines Pitney-Patents
mit der Bezeichnung "Click Postage" vor.
Übrigens: Frankotyp-Postalia, deutscher Hersteller von Frankiermaschinen, hat sich
Mitte 1998 am kalifornischen Unternehmen E-Stamp
beteiligt.
Laut Investor's Business Daily vom 20. November 1998 haben sich die
Unternehmen E-Stamp Internet Postage, America
Online, Compuserve und Digital City darauf verstaendigt,
den jeweiligen Kunden Dienste zur Nutzung elektronischer Briefmarken anzubieten.
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