E-Mail-Protokolle

      
 


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  http://www.archmatic.com/glossar/z_email-prot.htm

ACAP - "Application Control Access Protocol"
IMAP - "Internet Message Access Protocol"
POP -  "Post Office Protocol"
SMTP - "Simple Mail Transfer Protocol"

siehe auch (auf anderen Glossar-Seiten):

E-Mail
Verschlüsselung

      
 


 

 
ACAP

Abkürzung für "Application Control Access Protocol". E-Mail-Übertragungsprotokoll der Zukunft in der Versuchsphase?! Zwar gilt IMAP4 bereits als richtungsweisend, das Internet Message Access Protocol unterliegt aber immer noch einigen Einschränkungen. Wer das Medium E-Mail professionell nutzt, benötigt (weitere) individuelle Einstellungen, beispielsweise Filter oder Nachrichtenvorlagen. Hier wären also Mechanismen zum Datenabgleich wünschenswert. Dieses leistet allgemein das Internet Message Support Protocol (IMSP).

Nun sind solche Organisationsmöglichkeiten natürlich nicht nur für den Umgang mit elektronischer Post, sondern auch für alle anderen Internet-Dienste wie etwa das Browsen im Web wünschenswert. Mit ACAP steht seit 1995 ein universelles Protokoll zur Verfügung, das es erlaubt, solche Anforderungen zu realisieren. ACAP erlaubt

  • individuelle Einstellungen auf einem Server abzulegen.
  • das Speichern und den Zugriff aus der Ferne auf Programmoptionen und Konfigurationen serverseitig.

Wichtigste Schlüsselfunktion ist dabei die Vererbung: mit diesem Feature lassen sich z.B. Grundeinstellungen in persönliche oder gruppenspezifische Informationen einteilen. Zur Wahrung der Sicherheit dient dabei eine Access Control List, in der ein Administrator auf der Serverseite und der Anwender für den Client festlegen, welche Einstellungen möglich sind. Der Abgleich zwischen Server und lokalem Rechner erfolgt dann automatisch.
 

 


 

IMAP

Abkürzung für "Internet Message Access Protocol" • kommender E-Mail-Standard, der wesentlich leistungsfähiger ist als POP3. 1998 ist die Version 4 aktuell.

IMAP wurde entwickelt, um Nachrichten nur nach Bedarf zu übermitteln: Der Anwender kann - anders als bei POP3 - wählen, welche Daten er tatsächlich übertragen will. Dazu werden bei IMAP4 zuinächst nur die Kopfzeilen übertragen - Anhänge bleiben zunächst außen vor. IMAP4 bietet aber noch mehr interessante Merkmale:

  • Es können hierarchische Mailboxen direkt auf dem Server eingerichtet werden,
  • und der Zugriff auf verschiedene Mailboxen ist während einer Verbindung möglich.
  • Der Anwender kann den Nachrichtenstatus auf dem Server verändem, um so beispielsweise gelesene Mails wieder als ungelesen zu markieren und umgekehrt.
  • Ebenso können E-Mails direkt auf dem Server gespeichert, kopiert oder gelöscht werden, ohne diese vorher auf den Client transferieren zu müssen.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil sind direkte Suchoptionen auf dem Server: muß POP3 zunächst alle Nachrichten blind kopieren, erlaubt es IMAP4 vorab zu selektieren. Dies macht gerade bei der oftmals teuren und zumeist langsamen Datenabfrage über Mobilnetze mit PDAs oder Notebooks Sinn.

Bei allen Vorteilen gegenüber POP3 konnte IMAP sich aber leider noch nicht als Internet-Standard etablieren. In erster Linie fehlt es von seiten der Internet Provider an entsprechenden Servern. Grund dafür sind vermutlich die Ressourcen-intensiven Serveroperationen. Weitaus besser sieht es bei der Serversoftware aus. Alle wichtigen Mailserver unterstützen IMAP, beispielsweise die aktuellen Versionen des Netscape Messaging Server und des Microsoft Exchange Server.
 

 


 

POP

Abkürzung für "Post Office Protocol" - Standardprotokoll, mit dem im Internet E-Mail-Clients die Nachrichten vom Server abholen.

Dieses Protokoll wurde 1984 in Verbindung mit TCP/IP definiert. Aktuell ist 1997/98 die Version 3. Im Unterschied zu Protokollen wie IMAP oder gar ACAP ist POP allgemeiner Internet Standard.

Der POP-fähige E-Mail-Client stellt die Verbindung zum POP-Server her und bestimmt, welche Nachrichten bereits auf den lokalen Rechner heruntergeladen wurden und welche nicht. Der Client kann dann die Übertragung auslösen. Zudem ist POP3 in der Lage,

  • Nachrichten auf dem Server zu löschen oder liegen zu lassen und
  • Nachrichten ohne vorheriger Übertragung vom Server direkt zu löschen.

Wird mehr benötigt, beispielsweise hierarchische Postfächer oder Filter, ist einzig auf die Funktionalität des Clients angewiesen - das Protokoll bietet nichts dergleichen.
 

 


 

SMTP

Abkürzung für "Simple Mail Transfer Protocol" - ein Standard-Protokoll, mit dem E-Mails im Internet verschickt werden.

Mädchen aus Irland beschleunigt Email-Versand
(The Times Of London, 13. Januar 1999)

Die sechzehnjährige irische Schülerin Sarah Flannery hat einen neuen Code ausgearbeitet, mit dem Emails zehnmal schneller und genauso sicher übertragen können wie mit dem bisher für den Schutz der Email-Daten verwendeten Code. Die aktuelle Version war 1977 von drei Studenten des Massachussets Institute of Technology (http://www.mit.edu) entwickelt worden. Sarah will nicht, dass jemand für die Ergebnisse ihrer Arbeit zahlen muss, und will sie daher veröffentlichen und nicht zum Patent anmelden. Das Mädchen kann sich zur Zeit vor Angeboten für Jobs oder Stipendien nicht retten.

 

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