E-Commerce / Electronic CommerceE-Commerce, eCommerce, Electronic Commerce, E-Cash, Electronic Cash, Electronic Banking, HBCI, Homebanking, Secure Transaction Protokoll, EDI, EDIFACT, Internet, INTERNET-Billing, Electronic-payment-Systemen, Shopping, SET, Setco

      
 


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http://www.archmatic.com/glossar/z_e-commerce.htm

CEPS
E-Cash /  Electronic Cash
E-Commerce / Electronic Commerce
Electronic Banking
HBCI
Homebanking
Secure Transaction Protokoll (SET)
Setco

siehe auch (auf anderen Glossar-Seiten):

EDI-/EDIFACT
Internet
INTERNET-Billing

      
 


   
Eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation in Deutschland vom DMMV (Text vom 15.5.1998)

Electronic Commerce ist 1998 das Thema der Multimedia-Branche in Deutschland. Schätzungen des Deutschen Multimedia Verbandes (DMMV) zufolge wird der Umsatz in Deutschland 2,7 Mrd. DM erreichen und sich somit im Vergleich zum Vorjahr verdreifachen. Dennoch gibt es noch eine Reihe von Gebieten, auf denen der DMMV dringenden Handlungsbedarf sieht. Ein eigener Arbeitskreis wurde deshalb bereits 1997 ins Leben gerufen, um den Einsatz von Electronic Commerce zu fördern. Im Folgenden wird eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation des Electronic Commerce in Deutschland gegeben sowie erste Ergebnisse der Arbeit vorgestellt.

Die kontinuierlich steigende Anzahl an Online-Nutzern auf 5,8 Mio.(ca. 7% der Bevölkerung Deutschlands - siehe auch INTERNET-Zahlen) und das Interesse der Wirtschaft zur Nutzung dieses Mediums zeigen eine klare Entwicklung in Richtung Electronic Commerce für 1998. Deutschland liegt im Hinblick auf die Anzahl der Websites an zweiter Stelle nach den USA.

"Die deutschen Unternehmen erkennen zunehmend, daß das Internet nicht nur für Werbung und PR genutzt werden kann", so Alexander Felsenberg, Vizepräsident des DMMV. Im jährlich durchgeführten "Reality Check" der deutschen Online/Offline Multimedia Branche wurde wieder klar deutlich, daß Internet-Auftritte Mehrwert generieren müssen. "Ein klarer Mehrwert ist die Nutzung des Internets als Vertriebskanal:

  • geringe Marketing- und Vertriebskosten auf Seiten des Unternehmens einerseits;
  • für den Kunden das bequeme Shopping von zu Hause aus mit direkten, einfachen Preisvergleichen beim Wettbewerb und Preisnachlässen gegenüber dem Ladenkauf andererseits.

Das sind klare Vorteile und somit Mehrwert durch Electronic Commerce", so Carsten Dierks (Mindways Multimedia, Hamburg), Leiter des DMMV- Arbeitskreises "Electronic Commerce". "Oft jedoch bleiben diese Vorteile ungenutzt, es fehlt die objektive Aufklärung der Unternehmen und der Verbraucher / Nutzer im Hinblick auf die Möglichkeiten und eventuellen Risiken.
 

 


  Eine Aufgabe, der sich der DMMV in Zukunft verstärkt widmen wird." Einen dringenden Handlungsbedarf sieht der DMMV deshalb auf folgenden Gebieten:
  1. Schaffung von Transparenz für Unternehmen und Verbraucher / Nutzer
  2. Schaffung einer vertrauenswürdigen Infrastruktur für gesicherten Zahlungsverkehr, sowie die Aufklärung über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bezahlung.
  3. Einführung der Nutzung der elektronische Unterschriften (digitale Signatur).

Die Aktivitäten des DMMV und seines Arbeitskreises "Electronic Commerce" sind auf die Lösung dieser Forderungen ausgerichtet:

  1. Schaffung von Transparenz für Unternehmen und Verbraucher / Nutzer. Transparenz und Aufklärung durch Informationen aus der Geschäftsstelle und über die DMMV-Website. Ferner wird zusammen mit Partnern die Sicherheit und Kundenfreundlichkeit der Electronic Commerce Systeme getestet, die Verbraucher werden regelmäßig hierüber informiert. Darüber hinaus veranstaltet der DMMV am 24.-25. Juni 1998, Maritim Hotel, München die Konferenz: "Geschäftsverkehr im Netz - Recht und Digitale Signatur. Gesetzliche Grundlagen und ihre Umsetzung in der Praxis", die sich mit der theoretischen und praktischen Einführung der digitalen Unterschrift beschäftigt.
  2. Schaffung einer vertrauenswürdigen Infrastruktur für gesicherten Zahlungsverkehr, sowie die Aufklärung über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bezahlung. Der DMMV führt konkrete Projekte durch wie z. B. den Aufbau eines eigenen Transaktionsservers. So wird einerseits den DMMV Mitgliedern eine Möglichkeit geboten, eigene Kundentransaktionen abzuwickeln, andererseits können diese die Chance wahrzunehmen, die einzelnen Systeme in der praktischen Anwendung zu testen und so Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus bietet der DMMV auf seiner Website eine Übersicht über die gängigen Online-Zahlungssyteme.
  3. Einführung der Nutzung der elektronische Unterschriften (digitale Signatur). Die Regulierungsbehörde wird die Zertifizierung der Zertifizierungsstellen im Herbst vornehmen. Somit kann die digitale Signatur zum Jahresende zu Einsatz kommen. Im Hinblick auf die internationale Einführung der digitalen Signatur fordert der DMMV ein stärkeres Engagement der Politik. "Die Politik muß international entschieden hinter den Belangen der deutschen Online-Branche stehen", so Alexander Felsenberg, Vizepräsident des DMMV.

Paulus Neef, Präsident des DMMV, faßt abschließend zusammen: "Bereits jetzt zeichnet sich ab, daß 1998 der Durchbruch im Electronic Commerce geschafft wird. Mit der Einführung des SET-Standards und der digitalen Signatur zum Jahresende werden wir die größten Sicherheitsbedenken beseitigen können." Zur Schaffung von Transparenz und Verständnis hat der DMMV eine interne Studie erstellt. Hier ausgewählte Ergebnisse aus der DMMV-Recherche:

  • Marktgröße:
    1998 wird das Gesamtvolumen der online abgewickelten Handelstransaktionen von ca. 2.7 Mio. DM betragen, das entspricht einer Verdreifachung im Vergleich zu 1997.
    Bis 2001 wird nach Schätzung des European Information Technology Observatory (EITO) das Gesamtvolumen der online abgewickelten Handelstransaktionen weltweit 500 Milliarden DM pro Jahr übersteigen. Deutschland wird dabei mit geschätzten 25 Milliarden DM zum größten interaktiven Marktplatz Europas werden. Deutlich steigen wird Electronic Commerce im Business-to-Business Geschäft. Dieses Jahr noch zieht es mit dem Endkonsumenten-Geschäft gleich und wird bis zum Jahre 2000 90% des Electronic Commerce Umsatzes ausmachen.
     
  • Sicherheit:
    In den USA ist aufgrund der längeren Erfahrung mit der Bezahlung von Online-Einkäufen die Kreditkarte mittlerweile akzeptiert. Vor allem bei Nutzern, die schon längere Online-Erfahrung haben, wird diese Art der Bezahlung nicht mehr als Gefahr gesehen (s.u.). Eine jüngst vom DMMV bei den großen Kreditkarten-Institute VISA und Eurocard durchgeführte Anfrage ergab, daß in Deutschland der Mißbrauch von Kreditkarteninformationen beim Einkaufen und Bezahlen online nicht höher ist als beim Einkaufen im Einzelhandel, Warenhaus, etc. Das virtuelle Einkaufen / Bezahlen kann somit als genauso sicher bzw. unsicher wie das Einkaufen / Bezahlen in der realen Welt angesehen werden. Inzwischen ist eine Vielzahl von sicheren Verschlüsselungsverfahren und elektronischen Geldbörsen zur Marktreife gelangt. Der DMMV empfiehlt daher, immer eine Verschlüsselung vorzunehmen, mindestens im SSL-Standard (Secure Socket Layer).

Umfrage-Daten zum Thema:

  1. Gründe online einzukaufen ?
    Bequemlichkeit 53%
    Mehr Auswahl 46%
    Weil es billiger ist 45%
    Weil es Spaß macht 25%

Quelle: Jan-98 Ernst & Young (Basis: Personen die per Online einkaufen, N: 850, 62% weiblich)

  1. Größte Bedeutung/Präferenz beim Einkaufen Online?
    Kenntnis der Markennamens 69%
    Kenntnis des Händlers ("Online-Kaufhaus") 64%
    Einkaufen auf der WebSite des Herstellers 51%
    Einkaufen in einem virtuellen Kaufhaus oder Mall 46%

Quelle: Jan-98 Ernst & Young (Basis: Personen die per Online einkaufen, N: 850, 62% weiblich)

  1. Häufigkeit des Online Einkaufs im letzen Jahr?
    einmal 33%
    2-4 mal 50%
    5-10 mal 13%
    öfters als 10 mal 4%

Quelle: Jan-98 Ernst & Young (Basis: Personen die per Online einkaufen, N: 850, 62% weiblich)

Weiter Informationen zum Thema:

CEPS

Abkürzung für "Common Electronic Purse Specifications" • Die elektronische Geldbörse wird bald Realität. Ein weiteres Mosaiksteinchen stellte dazu am 30. Dezember 1998 eine Gruppe von Firmen mit einen gemeinsam entwickelten Standard für die Smart-Card-Technik, die Common Electronic Purse Specifications (CEPS), vor. Elektronische Geldbörsen sind kleine Programme, die auf einer Smart-Card - z.B. Eurocheck-Karte mit Chip - ablaufen und mit denen sich Geldbeträge auf Chipkarten speichern lassen. Man kann damit telefonieren und im Internet sowie in entsprechend ausgerüsteten Geschäften einkaufen. Viele Unternehmen setzen auf die neue Zahlungsform. Zum Beispiel plant Microsoft ein Betriebssystem für Smart Cards. Bislang konnten sich die elektronischen Geldbörsen jedoch nicht durchsetzen, weil ein gemeinsamer Standard für die konkurrierenden Geldinstitute fehlte. Seit Mastercard seine Unterstützung für die Visa-Spezifikation CEPS zugesagt hat, ist ein weltweiter Standard in greifbare Nähe gerückt.
 

 


 

E-Cash /  Electronic Cash

Oberbegriff für den elektronischen Zahlungsverkehr im Internet und in Online-Diensten. Einen allgemeinen Standard für Zahlungsmodalitäten gibt es bisher nicht, er ist jedoch in Entwicklung.

Zahlungssystem, das künftig in Online-Diensten und dem Internet eingeführt werden soll und dem Prinzip der Kreditkarte ähnelt. Für eine bessere Vermarktung via INTERNET wurde das elektronische Geld entwickelt, das sich aber aus Akzeptanzgründen und wegen eines ungewissen Sicherheitsstandards bisher nur schwer durchsetzen konnte.

E-Commerce / Electronic Commerce

Allgemeine Bezeichnung für über Datennetze abgewickelten Geschäftsverkehr • Darunter fallen Warenbestellungen über das Internet ebenso wie der Kontakt zwischen einzelnen Firmen.

Zur Weiterbildung für Internet-Shopper bietet das "Electronic Commerce Info NRW" seit dem 12. Februar 1998 ordentliche Informationen rund um den Electronic Commerce. Außerdem werden Kontakte zwischen Unternehmen und kompetenten Ansprechpartnern vermittelt. Die kompetente Unterstützung in diesem neuen Geschäftsfeld ist speziell auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten und reicht von aktuellen Nachrichten über Grundlagen bis hin zu Vertriebstips für Spezialartikel.
Betreut wird die Website u.a. vom Dortmunder Forschungsinstitut für Telekommunikation. Sie ist aber auch für ganz "normale" Surfer interessant: www.electronic-commerce.org
 

 


 

Electronic Banking

Englische Bezeichnung für die Möglichkeit, Bankgeschäfte wie Überweisungen und Daueraufträge per PC und Modem zu erledigen. (siehe HBCI - "Home Banking Computer Interface")
 

 


 

HBCI

Abkürzung für "Home Banking Computer Interface" • HBCI entwickelt sich unabhängig von Protokoll (CEPT, HTML oder andere) und Präsentationsart zum Datenaustausch-Standard beim Homebanking (Stand 8/1998). Die Notwendigkeit für einen neuen Homebanking-Standard entstand aus dem Problem, daß Finanz-Transaktionen lange Zeit nur über CEPT-, also T-Online-Systeme funktionierten.
Beim Aufbau der Verbindung autorisiert sich der Benutzer per Paßwort über seine HBCI-Software am Bank-Server. Dieser schickt anschließend an die Software die Limits für alle Aktionen zurück. Anschließend kann der Benutzer seine Geschäfte erledigen, die nach dem Abschluß in einem Datensegment zusammengefaßt und an den Server gesendet werden. Sämtlicher Datenaustausch läuft hierbei über eine in der Software bereits integrierten Sicherungs-Technologie.

HBCI ermöglicht es außerdem, den Status der letzten Befehle abzurufen und zu kontrollieren. Zudem soll nun das aufwendige PIN/TAN-Verfahren abgelöst werden. Technisch ist HBCI bereits seit 1987 in Arbeit; im Oktober 97 haben sich alle Kreditinstitute mit Online-Banking auf den Einsatz dieses Standards geeinigt. Diese Vereinbarung sieht auch vor, da jede dieser HBCI-Lösungen multibankfähig ist.

Das HBCI-Kompendium auf Deutsch als PDF-Datei: members.aol.com/sxsigma/hbcikomp.pdf • Informationen und Tools für HBCI-Softwareentwickler: www.hbci-kernel.de/

Der Online-Dienst Bertelsmann AOL Online will im Herbst 1998 ...

als erster Anbieter Homebanking nach dem neuen Sicherheitsstandard HBCI einführen. Ein erster Testlauf wurde auf der CeBIT Home '98 durchgeführt. Grundkonzept ist, daß sich der Kunde per Chip-Karte oder einer Diskette im System anmeldet. Die Benutzeroberfläche soll sich durch Integration der Software StarMonkey benutzerfreundlich auszeichnen. Zunächst sollen rund 200 Sparkassen und Banken in elf Bundesländern erreichbar sein, ab dem 1. Oktober soll der neue Standard auch für alle größeren Kreditinstitute gelten.

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) ermöglicht als erste Sparkasse ...

Online-Banking nach dem Homebanking-Computer-Interface-Verfahren mit der Software S-Connect (Meldung vom Januar 1999). Damit entfällt die sowohl für Kunden als auch für Institute umständliche, aber zur Sicherhiet notwendige PIN/TAN-Verwaltung und der Kontoinhaber ist auch nicht mehr auf T-Online/BTX als Zugangsanbieter angewiesen. Die kostenlose Software ermöglicht jetzt eine Provider-unabhängige Kontoführung und bietet dank dem HBCI-Standard maximalen Datenschutz durch vollständig verschlüsselte Übertragung (asymetrischer Kryptografie), Identifizierung durch eine chiffrierte elektronische Unterschrift und eine zuverlässige Autorisierung von Buchungen. Innerhalb von sechs Wochen konnten bereits über 8.000 Teilnehmerverträge geschlossen werden. http://www.haspa.de/

 


 

Homebanking

Bezeichnung für Bankgeschäfte, die mit PC und Modem u.ä. erledigt werden. (siehe HBCI - "Home Banking Computer Interface")

Secure Transaction Protokoll (SET)

Ein Industriestandard für Zahlungen per Kreditkarte über das WWW mit zertifizierten digitalen Unterschriften (digital signatures), die die Identität der Parteien der Transaktion bestätigen.

Der SET-Standard wurde in Zusammenarbeit von Mastercard, Visa und verschiedenen Banken vor 15 Monaten entwickelt. Zur Zeit (Mitte 1998) durchläuft das neue System verschiedene Tests, um perfektioniert zu werden.

Microsoft setzt beim Online-Zahlungsverkehr nun doch auf das SET-Protokoll (Meldung - Mitte 1998). "Mit der Teilnahme eines Marktführers wie Microsoft sind wir unserem Ziel sehr nahe gekommen, SET als einheitlichen Industrie-Standard für Online-Commerce zu etablieren", so Art Kranzley, Senior Vice President eCommerce von Mastercard.
 

 


 

Setco

Unter dem Namen "Setco" haben sich vier Kreditkartenanbieter zusammengeschlossen, um gemeinsam für eine rasche Verbreitung von Produkten auf Basis des Secure-Electronic-Transaction-Standards (SET) zu sorgen. Beteiligt sind American Express, Mastercard, Visa und die japanische JCB. Gemeinsam wollen die "Großen Vier" für Kompatibilität bei der verwendeten Software sorgen und die Produkte von Drittanbietern zertifzieren. Der SET-Standard arbeitet mit verschlüsselten Datenübertragungen und digitalen Zertifikaten zum Übertragen von Kreditkarteninformationen. Alle Spezifikationen im Überblick: www.setco.org/set_specifications.html

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