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interessante DVDs:
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D-VHS
ist umgezogen

 

http://www.archmatic.com/glossar/z_dvd.htm

siehe auch (auf anderen Glossar-Seiten):

AVI - Audio Video Interleave
MPEG
Quicktime von Apple
digitales Video
Video-Auflösung
Video-Bearbeitung
Video-Digitalisierung
Video-Kompression

      
 


   
Abkürzung für "Digital Versatile Disc" (versatile = vielseitig; DVD hieß auch mal "Digital Video Disc") • DVD soll als universeller Multimediastandard Compact-Discs, Videokassetten, CD-ROMs und PC-Wechselplatten ablösen. Äußerlich kaum von der etablierten Compact-Disc (CD) zu unterscheiden, beeindrucken die inneren Werte. Man unterscheidet ...
  • einseitige Discs mit 1 Schicht: Kapazität 4,7 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 133 Minuten
  • einseitige Discs mit 2 Schichten: Kapazität 8,5 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 241 Minuten
  • zweiseitige Discs mit 1 Schicht: Kapazität 9,4 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 266 Minuten
  • zweiseitige Discs mit 2 Schichten: Kapazität 17 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 482 Minuten

Diese Angaben gelten für DVD-ROMs - also DVDs, die nur gelesen werden können. DVD-RAMs (siehe unten) - also beschreibbare und löschbare DVDs - werden wie folgt unterschieden:

  • einseitige Discs mit 1 Schicht: Kapazität 2,6 GB
  • einseitige Discs mit 2 Schichten: Kapazität 5,2 GB

Weitere Eigenschaften der DVD-Technologie sind:

  • bis zu 8 digitale Tonspuren mit jeweils 8 Kanälen und einer Auswahl von maximal 8 verschiedenen Sprachen.
  • Wiedergabe von Spezialeffekten wie Zeitlupe, Standbild, Einzelbildvorlauf, Suchlauf etc.
  • maximal 32 verschiedene Untertitel-Versionen

Die zum Abspielen des neuen Formats notwendigen DVD-Player wurden auf der Internationalen Funkausstellung 1997 von nahezu allen namhaften Herstellern vorgestellt und sollen 1998 auch in Deutschland für weniger als 1000 Mark auf den Markt gebracht werden - und auch herkömmliche Audio-CDs abspielen können. Hinzu kommt die Perspektive, im heimischen Wohnzimmer bald nicht nur Filme, sondern auch reine Musikproduktionen in perfektem 6-Kanal-Sound erklingen lassen zu können.

Obwohl bislang erst ein Teil der großen Hollywood-Studios Filme im DVD-Format auf den Markt gebracht hat, sind bereits einige hundert Titel in Amerika auf DVD erschienen.
 

 


  Doch anstatt die Markteinführung der neuen Silberscheibe einträchtig zu fördern, torpedieren sich die beteiligten Unternehmen gegenseitig mit konkurrierenden Standards und Konzepten:
  1. Einige Studios (Walt Disney, Universal, Paramount und DreamWorks) kündigten an, in Zukunft auf einen neuen DVD-Standard namens Digital Video Express (Divx) zu setzen, eine Art Video-on-Demand-System, bei dem der Kunde für jedes Abspielen einer zuvor gekauften Divx-DVD extra bezahlen muß ­ das DVD-Abspielgerät wird dazu per Modem mit einer Zentrale verbunden und der Betrag automatisch abgebucht. Um Divx-Titel ansehen zu können, müssen die Kunden zu allem anderen Übel nun auch noch ihre bestehenden DVD-Geräte durch neue und teurere Spezial-Player ersetzen.
  2. In Deutschland sollen die ersten DVD-Titel Anfang 1998 auf den Markt kommen. Auf der Berliner Funkausstellung würde überraschend angekündigt, den Surround-Ton hiesiger DVD-Filme im sogenannten MPEG-Verfahren zu kodieren. International ist aber das unter "AC-3" bekannte Dolby-Digital-Format gebräuchlich, und so wurden im Hinblick auf die DVD-Einführung bei uns schon Tausende von Dolby-Surround-Decoder mit AC-3-Technik an den Mann gebracht. Die Dummen sind die Kunden, die ihre neuen Surround-Decoder nächstes Jahr wieder aufrüsten oder ersetzen dürfen.
  3. Ähnlich konfus stellt (stellte) sich die Situation bei der DVD als Speichermedium für Personal Computer dar. Zwar ist man sich über den Standard für das Nur-Lese-Medium DVD-ROM inzwischen einig, und einige Hersteller haben bereits Computer mit eingebauten DVD-ROM-Laufwerken angekündigt. Doch bei der wiederbeschreibbaren DVD ist der Zukunftsmarkt vorerst in die beiden Lager "DVD-RAM" und "DVD+RW" gespalten ­ es droht ein Systemkrieg wie ehedem zwischen VHS, Video 2000 und Betamax.
  4. DVD-Multiplay: Die Standard-Bruecke?
    Ein neues Datenformat (Mai 1998) soll eine Bruecke zwischen DVD, PCs und CD-Playern schlagen. Einen gemeinsamen Datenstandard gibt es auch, doch koennen DVD-ROMss nur in PC-Laufwerken abgespielt werden. Normale CD-Player, oder Laufwerke in Fernsehern lesen die DVD-ROM nicht. Der amerikanische Massenspeicherentwickler Multimedia 2000 hat nun mit DVD-Multiplay ein Datenformat vorgestellt, mit dem die Scheiben in beiden Geraetetypen laufen koennten.
    DVD-Multiplay ist kein "echter" neuer Standard, sondern eine Kombination der bisherigen Spezifikationen. Mit rund 4,6 GByte bietet eine Multiplay-DVD die siebenfache Kapazitaet einer CD-ROM. Multiplay untersuetzt den Full-Screen-Modus sowie MPEG-2-Video und Dolby Digital Surround-Sound. Sollte die Technologie von Entwicklern und Herstellern angenommen werden, koennte endlich Ruhe in den turbulenten DVD-Markt kommen.
     
 


 

1. DVD-RAM-Standard endlich perfekt
(Meldung vom PC-Magazin am 22. Oktober 1997)

Eine endgültige Spezifikation für die zukünftige DVD-RAM hat das DVD-Forum auf einer Konferenz in Berlin abgesegnet. Dies teilte Nick Sundby, Produkt-Manager Hitachi Europa, auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in München mit. Aus den unterschiedlichen Vorschlägen der beiden Fraktionen innerhalb des Forums flossen die jeweiligen Vorzüge in die verabschiedete Spezifikation ein. Zum einen beträfe dies den Einsatz von "Lands" und "Grooves" (Berge und Täler) zur Aufzeichnung von Daten, wie im Konzept der Firmen Hitachi, Toshiba, Matsushita, Mitsubishi und JVC vorgesehen. Zusätzlich würden diese Datenspuren aber auch in Wellenlinien ausgeführt sein. Diese Technik bringen Sony und Philips in den gemeinsamen Vorschlag mit ein. Die Kombination beider Modelle führe in der Praxis zu einer drastischen Steigerung der Fehlertoleranz der DVD-RAM. Jetzt bestehe sogar die Möglichkeit, entgegen ursprünglicher Planungen auf einen Schutz-Caddy für die Disk zu verzichten.

Sundby zufolge startet Hitachi mit der Massenproduktion von DVD-RAM-Laufwerken innerhalb der nächsten drei Monate. Im Laufe des folgenden Jahres dürfte demnach mit den ersten Geräten zu rechnen sein, die dann vollständig kompatibel zu sämtlichen DVD- und CD-Formaten sein sollen. (PC Magazin / mp)

Ergänzung: DVD-RAMs sollen bis zu 100.000mal lösch- und beschreibbar sein.

... und knapp 5 Monate später:
2. CeBIT 98: Schlacht an der DVD-Front

HP, Mitsubishi, Philips, Ricoh, Sony und Yamaha - die sechs Firmen, die den DVD+RW-Standard für beschreibbare DVD-Medien unterstützen - haben die CeBIT dazu genutzt, erstmals ihre Plattform in der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Den Firmensprechern zufolge liegen die Vorteile von DVD+RW im Vergleich zum Konkurrenten DVD-RAM

  • in der höheren Geschwindigkeit,
  • der größeren Kapazität und
  • der Möglichkeit, DVD+RW-Medien in leicht modifizierten DVD-ROM-Laufwerken abspielen zu können.

Die DVD-RAM-Fraktion, zu der Toshiba und Hitachi gehören, hat allerdings einen großen Vorteil: sie sind marktreif und verfügbar. Während DVD+RW vor dem Herbst nicht auf den Markt kommen, gibt es DVD-RAM-Laufwerke in den USA und Japan bereits zu kaufen. In Deutschland sollen sie Ende April in die Läden kommen, zu Preisen um 1200 Mark.

Marktexperten gehen davon aus, daß im Markt genügend Platz für beide Standards ist und es zumindest kurzfristig keinen eindeutigen Sieger geben wird.

Übernimmt die OSTA die DVD-Definition?

1999 soll die OSTA sich der Definition der verschiedenen DVD-Formate - DVD-ROM, DVD-R, DVD-RAM und DVD+RW - annehmen. Laut OSTA-Chef Ray Freeman sollen in Zukunft alle DVD-Laufwerke beliebige DVD-Medien lesen können, auch von konkurrierenden Herstellern. Die unterschiedlichen Formate stifteten Verwirrung und seien für die schleppende Verbreitung der DVD-Technik verantwortlich. So mußten die Marktforscher von Dataquest ihre Prognose für die Verkaufszahlen von DVD-Writern deutlich reduzieren - von 17 Millionen auf 1,9 Millionen Stück im Jahr 2001. Grund ist in erster Linie die fehlende Kompatibilität. Allerdings sind auch kritische Stimmen zu vernehmen. So warnte Alan Bell, Programmdirektor für digitale Multimedia-Formate bei IBM, davor, zu viele Standards in einer einzigen Spezifikation zu bündeln. Das werde die Entwicklungskosten der Geräte in die Höhe treiben: http://www.osta.org/html/press/pr110199.html

 


   
Außerdem:

Damit die hochwertigen DVD-Filme nicht als Vorlage für Video-Raubkopien mißbraucht werden können, sind die meisten Titel mit einem Kopierschutz versehen, der das analoge Signal auf der Videokopie verzerrt. Zudem besitzt jede DVD einen Regionalcode, der verhindern soll, daß ein Titel außerhalb seines vorgesehenen Verkaufsbereichs abgespielt wird. So kann man etwa einen für den US-Markt bestimmten Film (Regionalcode 1) auch nur auf einem in Nordamerika gekauften DVD-Player abspielen.

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