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Mit weltweit zwölf Millionen (Stand: Anfang 1998) verkauften Geräten scheint
sich Iomega mit seinem Zip-Drive
die beste Startposition gesichert zu haben. Hundert Megabyte Daten finden bei gleich
großem Medium auf der 3,5-Zoll großen Zip-Diskette Platz. Die Zip-Technologie arbeitet
anders als die Produkte der Wettbewerber nicht nur auf Windows-95-Rechnern, sondern
beispielsweise auch am Macintosh oder anderen Computern.
Rund 20 führende Computerfirmen unterstützen Zip bereits in ihren PCs und Notebooks. Sie
erhoffen sich beim Zip-Laufwerk die größten Preissenkungspotentiale aller
Floppy-Nachfolger und setzen auf die bisherigen weltweiten Erfahrungen.
Noch 1998 kommt das 250-MByte Zip-Laufwerk für 199 Dollar (knapp 340 Mark)
auf den Markt.
- Compaq, 3M und Panasonic setzen auf die selbstentwickelte 120 Megabyte-"Superdisk
LS-120". Sie liest und beschreibt nicht nur eigene Medien, sondern auch
herkömmliche Disketten. Allerdings ist das Laufwerk vergleichsweise langsam - siehe auch www.imation.com.
- Sony und Fuji haben CeBIT 1998 mit der High Capacity Floppy Disk (HiFD)
den oberen Leistungsbereich des PC-Marktes in Angriff nehmen. Ihr Diskettennachfolger
bietet mit 200 Megabyte den meisten Speicherplatz und ersetzt fast 140 Disketten. Zudem
überträgt er die Daten 60mal flinker die bisherige Technologie, die das
abwärtskompatible Laufwerk dennoch akzeptiert. Anfang 1999 soll die
Übertragungsrate auf 1,2 MBit/Sek. verdoppelt werden.
Das HiFD-Laufwerk gibt es als interne Version im 3½-Zoll-Format, aber auch als externes
Laufwerk fuer die parallele Schnittstelle. Ob sich die technisch überlegene HiFD gegen
gegen die etablierte Konkurrenz tatsächlich durchzusetzen kann, erscheint Mitte 1999
immer noch fraglich, denn Zip-Medien sind so gut im Markt etabliert, das immer mehr
PC-Anbieter die Iomega-Laufwerke bereits serienmaessig in ihre Rechner einbaut. Außerdem
ist es eine Frage der Lizenz-Politik seitens Sony.
- Samsung will mit dem
Pro-FD eine Alternative zu dem LS-120-Drive anbieten. Das Laufwerk bietet
laut Hersteller eine Kapazität von 123 MByte und soll abwärtskompatibel zu
herkömmlichen 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerken sein, obwohl es einen eigenen
"Standard" verwendet. Nach Angaben Samsungs soll es preisgünstiger als das
LS-120-Laufwerk angeboten werden.
Das Pro-FD verwendet das magnetische "Self-Servo-Schreibsystem". Die von Samsung
angestrebte Datentransferrate von 5 MBit/Sek. läge deutlich über derjenigen der
Mitbewerber. Die Anwender sollen auch bei den Medien sparen können, die nur halb so viel
kosten sollen, wie die vergleichbarer Geräte. Allerdings soll die Pro-FD-Technologie erst
Ende 1999 auf den Markt kommen.
Einen Geburtsfehler besitzen freilich alle vier Laufwerke: Damit sie vom Computer
angesteuert werden können, muß spezielle Treibersoftware (noch) per
"Uralt"-Diskette eingespielt werden, weil nur sie ohne diese Treiber
funktioniert.
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