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Abgeleitet vom Englischen "to browse" (durchblättern, schmökern, sich
umsehen).
Internetreisen ohne Browser ist wie Telefonieren ohne Telefon: als Browser werden
Programme bezeichnet, welche Daten aus dem weltweiten Netz (von HTTP-Server)
abrufen und dann am heimischen Computer (Client)
verarbeiten und anzeigen können. Mit Hilfe der Querverweise im Hypertext-Format (HTML) werden die Dokumente im World Wide Web miteinander verknüpft. Neben Text beherrschen
moderne Browser - z.T. mit Hilfe sogenannter PlugIns, AddOns oder Viewern
- auch die Anzeige von Graphiken, Videoclips und weiteren Datenformaten. Oftmals
unterstützen Browser auch FTP und Gopher, können E-Mails
versenden und für Videokonferenzen und
als Newsreader eingesetzt werden.
Marktführer bei diesen Navigationsprogrammen ist das US-Unternehmen Netscape Communications Corp. (Mountain
View/Kalifornien) mit seinem "Navigator", den nach Angaben des Marktforschers
Zona Research 62 Prozent aller Datenreisenden benutzen (das war 1997). Microsoft hat den
Internet-Boom lange Zeit verschlafen und ist heute mit 36 Prozent für seinen
"Internet-Explorer" nur zweiter Sieger im Rennen um die Gunst der Web-Surfer. Im
November 1997 meldet Dataquest einen Netscape-Anteil am Browser-Markt von 57,6 Prozent und
einen Microsoft-Anteil von 39,4 Prozent. Den Rest von 3 Prozent teilen sich die sonstigen
Browser.
Allerdings attestieren Experten der neuesten Version des Microsoft-Programms, die seit
1. Oktober 1997 erhältlich ist, erstmals einen technologischen Vorsprung gegenüber dem
Netscape "Navigator". Bisher war Netscape der Trendsetter auf dem Browser-Markt:
vor 18 Monaten konnte Microsoft gerade einmal drei Prozent Explorer-Nutzer verbuchen. Mit
einer aggressiven Marketing-Strategie versucht der Software-Gigant seitdem, Marktanteile
gutzumachen. Denn mit der Entwicklung zum kompletten Programmpaket könnte Netscapes
"Navigator" zu einem Konkurrenten für das Microsoft-Betriebssystem Windows
werden; nicht zuletzt durch die Integration der Programmiersprache "Java", die Programme unabhängig vom jeweiligen
Betriebssystem macht. Um Netscape zurückzudrängen, verschenkt Microsoft sein
Navigationsprogramm nicht nur, sondern integriert es technisch weitgehend in sein Windows-Betriebssystem
und vertreibt es in Produktkopplung damit. Denn wenn der Anwender den Internet-Explorer
schon auf seinem neuen Rechner vorfindet - so das Kalkül von Microsoft - wird er sich
kaum noch die Mühe machen, das Konkurrenzprodukt zu installieren. Zumal Netscape seinen
Browser nur für Privatanwender und Universitäten gratis abgibt. Unternehmen müssen
dagegen für den "Navigator" eine Lizenzgebühr entrichten.
DOS-Browser für Standardrechner
Ein tschechisches Unternehmen hat seine Alternative zu den derzeit üblichen
umfangreichen Browsern (z.B. IE4.0/12MB) vorgestellt. Sie erlaubt auch einem kleinen
DOS-Rechner, den Weg ins multimediale Internet zu finden.
Arachne, so der Name des minimalistischen DOS-Browsers, benötigt lediglich einen 8086-Prozessor
mit 410 KB DOS-Speicher und eine EGA- oder VGA-Karte. Der Browser unterstützt zwar kein
Java, jedoch die gesamte HTML 4.0-Spezifikation: www.naf.cz/arachne |
Abkürzung für "INTERNET Explorer" - WWW-Browser von Microsoft.
Neben Navigator von Netscape der gängigste auf der
WINDOWS-Plattform
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