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http://www.archmatic.com/glossar/z_banner.htm

siehe auch (auf anderen Glossar-Seiten):

Internet
WWW, Web
Werträgerleistung, Werben im Internet

      
 


   
Ein Banner ist ein Spruchband, ein Transparent, eine Balkenüberschrift und im INTERNET Werbefläche kombiniert mit einem Hyperlink zu der entsprechend beworbenen Site.

Zur Bannerplazierung: Die Universität Michigan hat für den Content-Provider Athenia Associates eine ungewöhnliche Studie erarbeitet, die sich mit dem Wirkungspotential unterschiedlich plazierter Banner beschäftigt. Als "Wirkung" wurde die Höhe der Click-Thru-Rate (CTR) pro Banner gemessen. Die CTR definiert sich dabei wie folgt:

  • Anzahl der Mausklicks auf den Banner / Anzahl der vom Server abgerufenen Banner (Ad Views).

Bei den Ergebnissen zeigte sich, daß ein kleiner Banner, nahe dem Scroll-Balken des Browser-Fensters eine bis zu vierfach höhere CTR erhielt: Während der kleinere Banner von 13,4 Prozent der Nutzer angeklickt wurde, waren es beim großen Banner 2,8 Prozent. Der Unterschied betrug über alle Test-Versionen hinweg durchschnittlich 228 %.
 

 


  Die Forscher begründen dieses Ergebnis damit, daß sich der zweite Banner nahe am Scroll-Balken und damit in der Nähe des Maus-Cursors befand. Ob diese Erklärung allerdings zutrifft erscheint fraglich: Ebensogut könnten das untypische Format des kleineren Banners für diesen statistisch eindeutig bedeutsamen Effekt verantwortlich sein. Die weiteren Experimente zeigten weniger eindeutige Ergebnisse. Die Plazierung eines gleich großen Banners am oberen Bildrand bzw. zwischen dem ersten zweiten Drittel des sichtbaren Bildschirms bewirkte nur einen schwachen Unterschied der CTR. Gar keinen Unterschied und damit auch ein Ergebnis zeigte der Vergleich der CTR beim Einsatz nur eines Banners bzw. von zwei Bannern am oberen und unteren Ende einer HTML-Seite. Die doppelte Buchung von Werbeoberfläche auf einer Site für zwei identische Banner ist also hinausgeworfenes Geld:

Zur Bannergröße: Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat sich für eine Standardisierung von Werbebannern in Online-Medien ausgesprochen. Dabei wurden folgende Formate festgelegt:

  • 400 mal 50 Pixel, 468 mal 60,
  • 75 mal 75, 125 mal 125,
  • 234 mal 60,
  • 156 mal 60,
  • 130 mal 80, 137 mal 60

Preise für Bannerwerbung:

  • pro 1.000 Page-Impressions (Sicht-Kontakte):
    • oft weniger als 10 DM bei sehr stark freuquentierten common-interest-Anbietern
    • 100 DM und mehr bei themenspezifischen Spezialangeboten.
  • pro Click-Through (Anklicken eines Banners / Aufrufen der Seite des Werbepartners)
    • 1 DM bei allgemeinen angeboten
    • 2 DM und mehr bei themenspezifischen Spezialangeboten.

Studie: Bannerwerbung wirkt auch ohne Klick

Reklame im Internet wird sich einer EMS-Studie zufolge neben der Werbung im Fernsehen und in gedruckten Medien langfristig als gleichrangiges Marketing-Instrument durchsetzen. Vor allem der hohe Erinnerungswert spielt dabei eine Rolle. Dies sagt eine repräsentative Untersuchung voraus, die im Auftrag von Gruner+Jahr EMS und MediaTransfer durchgeführt wurde. Deutsche Unternehmen gaben demzufolge 1998 insgesamt rund 50 Millionen Mark für Online-Werbung im Internet aus. Bislang bestehende Zweifel an der Wirksamkeit der Bannerwerbung sind demzufolge unberechtigt. Der Erinnerungswert der Werbebanner sei hoch. Fast jeder zweite Surfer könne sich am nächsten Tag noch an ein am Vortag im Internet gesehene Digitalwerbung erinnern. Etwa zwanzig Prozent würden zudem wenigstens hin und wieder auf das Banner klicken. Selbst wenn ein Werbebanner nicht angeklickt, sondern nur gelesen werde, lassen sich der Studie zufolge bei Internet-Nutzern steigende Sympathiewerte für die beworbene Marke nachweisen. Die Ergebnisse der im Oktober 1998 unter 2.000 Personen durchgeführten Untersuchung sind nach Angaben der Auftraggeber repräsentativ.
 

Bannerpreise purzeln

Wie das amerikanische Unternehmen für Onlinewerbung Adknowledge im Mai 1998 herausgefunden haben will, kommen die Tausenderpreise für Werbebanner ins schlingern. In der hausgemachten Kleinstudie wurden die Bannerpreise von mehr als 1.100 amerikanischen Sites überwacht und verglichen.

Demnach betrug der Tausenderpreis im März 1998 nur noch 36,63 Dollar, was einem Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Adknowledge will weiter festgestellt haben, daß sich dieser Preisverfall zunehmend beschleunigt. So sollen die Bannerpreise alleine im ersten Quartal dieses Jahres um 2 Prozent gesunken sein.

Nur Technologie-Angebote weisen einen Preisanstieg von 10 Prozent auf. Auf der Verliererseite stehen dagegen vor allem Online-Tageszeitungen. Sie mußten die stärksten Einbußen hinnehmen.
 

E-Mail zum Thema: Zukunft der Bannerwerbung (Mitte 1998)

Banner stellen heute und auch in Zukunft ein wichtiges Werbemittel in interaktiven Medien dar. Diese Einschätzung teilen rund 70% der 55 Online-Medienexperten, die im Zeitraum vom 09. April bis 31. Mai 1998 an einer Online-Befragung zur "Zukunft der Bannerwerbung" teilnahmen, die im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut für Marketing und Handel der Universität Göttingen durchgeführt wurde.

Wichtige Ziele der Bannerwerbung sehen die Experten

  • in der Erregung von Aufmerksamkeit (87%),
  • Neugier (82%) und
  • der Steigerung der Bekanntheit des Produktes oder Unternehmens (82%),

wobei den Bannern die Hauptaufgabe der Dialoganbahnung zwischen Usern und Werbetreibenden zugesprochen wird.

Im Bereich der Erfolgskontrolle von Online-Werbung wurden die bisher diskutierten Meßkriterien auf der Werbeträgerseite wie PageImpressions und AdImpressions und des Banners wie AdClick und Click-Through-Rate für sinnvoll erachtet. Einige der Teilnehmer bestätigen die Überlegungen der Praxis, die View-Time als weiteres Meßkriterium insbesondere für die Bewertung dynamischer Inhalte einiger Sites wie Videoclips oder Animationen gelten zu lassen.

Den größten Bedarf einer zukünftigen Multimediaforschung für eine Optimierung der Click-Through-Rate sehen die Teilnehmer im Bereich

  • der zielgruppenspezifischen Nutzeranalyse (60%) und
  • der Umfeldwirkungen (60%).

Interessant ist zudem das Ergebnis, daß 60% der Experten es für durchaus denkbar halten, wenn Contentanbieter im Internet die Bannergestaltung im Hinblick auf ihren eigenen Inhalt und angesprochene Nutzungsmotive übernehmen. Vor allem im Bereich der Micro-Sites (kleine HTML-Angebote in der Bannerfläche) erscheint eine enge Zusammenarbeit sehr sinnvoll, da die Contentanbieter bessere Kenntnisse über ihre Nutzerschaft und deren Verhalten haben. So sind soziodemographische Daten, Produktinteressen, Nutzungsmotive und Nutzungsverhalten auch diejenigen Daten, die von Contentanbietern erhoben werden sollten, um die Wirkung der Werbung über Banner zu optimieren.

Die detaillierte Auswertung der Umfrage zu weiteren Aspekten des Online-Advertisings wie Micro-Sites, Erfolgsfaktoren und Schwächen der Bannerwerbung, Cookies, Open Profiling Standard, AdServern, Network Dynamic Targeting findet sich unter der URL http://www.gwdg.de/~uwmh/silberer/leitsi.htm  in der Rubrik NEUESTE, unter dem Link "Zukunft der Bannerwerbung in interaktiven Medien".

Herzliche Grüsse aus der Universitätsstadt Göttingen
Dipl. Kfm. Thorsten H. Wilhelm
Institut fuer Marketing und Handel
click on: http://www.gwdg.de/~twilhel/home.html

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